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4.6 (5)

Überziehung

Von Redaktion fincredit.deStand:

Als Überziehung wird im Finanzwesen die Belastung eines Kontos über das eigentlich vorhandene Guthaben hinaus bezeichnet. Der Kontostand rutscht in diesem Fall ins Minus, wobei der Kontoinhaber im Vorfeld mit der Bank oder dem Kreditinstitut vereinbart, ob es überhaupt zu einer Überziehung kommen kann. Bei einem Jedermann- oder Guthabenkonto wird diese Klausel bewusst ausgeschlossen, der Kontoinhaber kann so maximal über das Geld verfügen, das auf der Habenseite des Kontos vorhanden ist.

Die bekannteste Form der Überziehung ist der Dispositionskredit, der den meisten Privatkunden bei Abschluss eines Girokontos eingeräumt wird. Orientiert an der Bonität des Kontoinhabers oder dessen regelmäßigem Habeneingang räumt die Bank dem Kunden eine Kreditlinie ein. Innerhalb dieser kann der Kontoinhaber sein Konto überziehen und bekommt hierbei einen Schuldzins auf die beanspruchte Überziehung angerechnet. Geht die Belastung des Kontos über die eingeräumte Kreditlinie hinaus, wird ein noch höherer Überziehungszinssatz angerechnet.

Von Überziehungen eines Kontos sollten Bankkunden nur Gebrauch machen, wenn diese über einen kurzen Zeitraum absehbar sind. Eine typische Situation ist der Monatswechsel, zu dem Abbuchungen fortlaufender Rechnungen stattfinden, während ein Gehaltseingang wenige Tage auf sich warten lässt. Für ein dauerhaftes Überziehen des Kontos sind die Schuldzinsen zu hoch, hier ist der Abschluss eines Ratenkredits zur Umschuldung empfehlenswerter.

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