Mikrokredit

Der Mikrokredit

Wer nur kurzzeitig einen kleinen finanziellen Engpass überbrücken möchte, nimmt gerne einen Kleinkredit in Anspruch. Typische Gründe hierfür sind unvorhergesehene größere Reparaturen (am Auto oder der Waschmaschine), besondere Anlässe (Hochzeit), die Erfüllung eines persönlichen Wunsches (neue Elektrogeräte oder Urlaub) oder eine Umschuldung.

Was ist ein Kleinkredit?

Ein Kleinkredit ist ein Ratenkredit mit kleiner Darlehenssumme, der umgangssprachlich manchmal auch als Hausfrauenkredit bezeichnet wird. Je nach Definition beträgt die Kreditsumme bei einem Kleinkredit maximal 5.000 oder 10.000 Euro. Einigkeit besteht allerdings darüber, dass Kreditsummen über 10.000 Euro nicht mehr als Kleinkredit bezeichnet werden, obwohl es keine gesetzliche Höchstgrenze für einen Kleinkredit gibt. Die überwiegende Mehrzahl der deutschlandweit vergebenen Ratenkredite sind Kleinkredite (zirka 70 Prozent). Von diesen haben etwa 30 Prozent eine Kreditsumme von bis zu 1.000 Euro. Ungefähr 15 Prozent entfallen auf Kredite mit einer Darlehenssumme von 1.000 bis 3.000 Euro und 25 Prozent der Kredite werden mit einem Kreditbetrag von 3.000 bis 10.000 Euro ausgezahlt. Diese Verteilung ist in den letzten Jahren nahezu unverändert geblieben, es gibt jedoch einen leichten Trend zu steigenden Kreditsummen. Experten führen diese Entwicklung auf die niedrigen Zinsen zurück, die dazu verführen, höhere Kreditsummen aufzunehmen. Verbraucherschützer und Finanzexperten raten jedoch dringend, immer nur das Geld zu leihen, das wirklich benötigt wird – und zwar für dringende Anschaffungen und nicht für Luxusgüter. So verringert sich das Risiko einer Überschuldung.

Wie bei anderen Ratenkrediten auch, wird die Darlehenssumme des Kleinkredits inklusive Zinsen und eventuell weiterer Kosten, in festen monatlichen Raten zurückgezahlt. Angesichts der vergleichsweise kleinen Kreditbeträge ist für die Rückzahlung ein kurzer oder mittelfristiger Zeitraum angesetzt. Lange Laufzeiten sind eher unüblich. Deshalb ist auch der Zinssatz in der Regel sehr günstig. Auch bei einem Kleinkredit müssen die Anbieter der gesetzlichen Preisangabenverordnung zufolge den effektiven Jahreszins angeben. Dieser enthält nicht nur den reinen Zinssatz (Nominalzins), sondern auch sämtliche anderen Kosten, die für die Kreditaufnahme anfallen. Anhand dieses Wertes können Sie die verschiedenen Angebote vergleichen.

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Online vergleichen

Auch bei kleineren Kreditsummen lohnt es sich durchaus, die Angebote verschiedener Banken und Kreditinstitute zu vergleichen, um den günstigsten Tarif zu finden. Der entscheidende Wert hierbei ist der effektive Jahreszins, der auch üblicherweise bei den meisten der Vergleichsrechner im Internet angegeben wird. Dennoch sollten Sie nicht nur auf den effektiven Jahreszins schauen, sondern möglichst auch berücksichtigen, ob bei dem Kredit Sondertilgungen möglich sind. Mit ihrer Hilfe ist die Tilgung noch schneller erfolgt. Sie ergeben allerdings nur dann einen Sinn, wenn die Banken hierfür keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Ansonsten kann diese den Vorteil eingesparter Zinsen wieder zunichte machen. Haben Sie sich für einen Anbieter entschieden, der auch einen Online-Kreditantrag anbietet, müssen Sie in der Regel nicht lange auf eine Antwort warten. Bei positivem Entscheid wird Ihnen die Kreditsumme innerhalb weniger Tage auf Ihr Konto ausgezahlt.

Kleinkredit ohne SCHUFA

Trotz der relativ kleinen Kreditsumme knüpfen die Banken die Vergabe natürlich an Bedingungen, unter anderem wird die Bonität des Antragstellers anhand einer Abfrage bei der SCHUFA geprüft. Einige Banken, insbesondere ausländische Kreditinstitute bieten jedoch auch ausdrücklich sogenannte SCHUFA-freie Kredite an. Hierbei handelt es sich in der Regel immer um Kleinkredite, denn die Darlehenssumme beträgt bei diesen Angeboten fast nie mehr als 10.000 Euro. SCHUFA-frei werden diese Kredite aus zweierlei Gründen genannt: Zum einen verzichten die Banken hier auf eine SCHUFA-Anfrage zur Bonitätsprüfung. Zum anderen wird dieser Kredit selbst auch nicht an die SCHUFA gemeldet, was den Vorteil hat, dass er die Bonität des Kreditnehmers nicht beeinträchtigt. Der Verzicht auf die sonst übliche SCHUFA-Abfrage geht mit einem höheren Risiko für den Kreditgeber einher. Deshalb verlangen die Banken für SCHUFA-freie Kleinkredite zusätzliche Sicherheiten. Diese können Immobilien, Lebensversicherungen oder andere Geldanlagen sein. Aber auch kreditwürdige Dritte, die als Bürge auftreten, werden als Sicherheit akzeptiert. Natürlich gibt es auch bei SCHUFA-freien Krediten Unterschiede in den Konditionen, deshalb lohnt es sich auch hier, vorab die verschiedenen Angebote zu vergleichen. Besonders schnell und einfach gelingt dies mit einem Online-Vergleichsrechner, der auf verschiedenen Plattformen angeboten wird.

Kleinkredit von Privatpersonen

Wer keinen Kredit bei einer hiesigen Bank aufnehmen kann (beispielsweise aufgrund eines schlechten SCHUFA-Wertes) und auch keinen SCHUFA-freien Kredit einer ausländischen Bank beantragen möchte, hat die Möglichkeit, sich den gewünschten Betrag auch von Privatpersonen zu leihen. Dies können natürlich bekannte oder verwandte Personen sein – gerade bei kleinen Beträgen kann eine finanzielle Unterstützung in der Familie schnell und unbürokratisch erfolgen. Sollten Sie dies in Anspruch nehmen, verzichten Sie jedoch nicht darauf, den Kredit einschließlich Kreditsumme und Rückzahlungsvereinbarungen in einem Kreditvertrag schriftlich festzuhalten. So sind Kreditgeber und Kreditnehmer auf der sicheren Seite, falls es doch einmal zu Unstimmigkeiten kommen sollte.

Das Sprichwort „“Bei Geld hört die Freundschaft auf““ hat durchaus einen wahren Kern, schließlich sind schon einige Freundschaften durch Geld in Mitleidenschaft gezogen worden und so manche Familie hat sich wegen Geld komplett zerstritten. Um dies zu verhindern, weichen manche Kreditsuchende auf Online-Plattformen aus, die Kredite von Privatpersonen vermitteln. Hierbei agieren die Plattformen als Vermittler zwischen Kreditsuchenden und Investoren, die mit ihrer Kreditvergabe eine Rendite erwirtschaften möchten. Der Vorteil hierbei ist, dass es durchaus mehrere Kreditgeber geben kann und die Rahmenbedingungen individuell vereinbart werden können.

Null-Prozent-Finanzierung

Eine in den letzten Jahren immer häufiger zu findende Sonderform des Kleinkredits ist die sogenannte Null-Prozent-Finanzierung, die von Möbelhäusern, Elektromärkten oder Autohäusern angeboten wird. Sie werben damit, dass die Kunden ihre Produkte in Raten abbezahlen können, ohne dafür Zinsen bezahlen zu müssen. Tatsächlich handelt es sich hierbei streng genommen um einen klassischen Ratenkredit, da auch bei der Null-Prozent-Finanzierung die Kaufsumme in monatlichen Raten abbezahlt wird. Der Vorteil hierbei ist, dass Anschaffungen auch ohne fehlendes Kapital und zusätzliche Kosten getätigt werden können. Allerdings ist eine Null-Prozent-Finanzierung nicht gleichbedeutend mit einem günstigen Kaufpreis. Gerade die vielfach beworbenen kleinen Raten suggerieren dem Verbraucher schnell, dass das Produkt sehr günstig und problemlos zu bezahlen ist. Wer hier unüberlegt und gar mehrfach zuschlägt, kann in eine Schuldenfalle geraten, aus der es gar nicht so einfach ist, wieder herauszukommen.

Kleinkredit zur Umschuldung

Sinnvoll ist dagegen ein Kleinkredit zur Umschuldung, insbesondere zur Ablösung des Dispokredits. Der Dispokredit ist einer der teuersten Kredite überhaupt. Den ständig verfügbaren Kreditrahmen und die flexible Rückzahlung, die nicht an feste Raten geknüpft ist, lassen sich Banken mit hohen Zinsen bezahlen. Wer oft und lange seinen Dispokredit in Anspruch nimmt, ist deshalb gut beraten, diesen mit einem sehr viel günstigeren Ratenkredit abzulösen. Durch den wesentlich günstigeren Zinssatz sparen Sie nicht nur Geld, sondern Sie werden durch den festen Tilgungsplan auch zu einer regelmäßigen und somit absehbaren Tilgung bewogen. Insbesondere bei Kreditsummen, die unter die Bezeichnung Kleinkredit fallen und sehr günstig verzinst sind, ist die Umschuldung des Dispokredits deshalb dringend anzuraten.

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Mikrokredit

Mikrokredite gelten als Sonderform des Kleinkredits. Sie werden vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern angeboten und dienen hier als Instrument der Entwicklungspolitik und Bekämpfung der Armut. Mikrokredite sind gekennzeichnet durch eine kleine Kreditsumme, die von einem Euro bis mehreren Tausend Euro reichen kann. Der Mikrokredit wird meist von nichtstaatlichen Organisationen oder darauf spezialisierten Finanzdienstleistern angeboten, derzeit hauptsächlich in Indien und Bangladesch. Ursprünglich sollten sie den Menschen eine Finanzierung ermöglichen, die aufgrund ihrer Armut keinen Zugang zu normalen Krediten haben. Seit dem „“Jahr der Mikrokredite““ 2005 sind Mikrokredite jedoch immer mehr in die Kritik geraten. Insbesondere die zunehmend steigenden Zinsen, die teilweise deutlich über dem landesweiten Durchschnitt liegen und die mancherorts sogar mit der Praxis von Kredithaien verglichene Arbeitsweise der Finanzdienstleister, werden scharf kritisiert. Zudem gibt es bislang keinen wissenschaftlichen Nachweis darüber, dass der Mikrokredit tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zur Armutsbekämpfung leistet.